Freitag, 17. Oktober 2014

Die zwei Gesichter des Herbstes

Jedes Jahr um die gleiche Zeit stelle ich mir die Frage: Soll ich mich nun über die bunte Vielfalt freuen, oder bin ich doch froh wenn alles aufgeräumt ist und der Garten in seine wohlverdiente Winterruhe gehen kann? Der Herbst hat nun mal zwei Gesichter, ein Schönes und eines das man am liebsten sehen würde wenn es mit ganz viel Schnee zugedeckt wäre

Ganz oben auf dem Foto ist mein Farnkindergarten, der sich ganz ohne fremdes Zutun unter dem Abendsonnenbänkchen breit gemacht hat. Mal sehen was sich im Laufe der Zeit noch so alles ansiedelt, ich vertraue da ganz Mutter Natur! Sie könnte allerdings endlich mal was gegen die Schneckenplage unternehmen, denn die Schleimer geben dieses Jahr einfach keine Ruhe. Keine Hosta die nicht angefressen ist, bei manchen steht auch einfach nur noch das Gerippe da

Chaos im Staudenbeet, nur der Farn strahlt eine gewisse Ruhe aus





Winchester Cathedral reckt immer noch ihre Blüten in den Oktoberhimmel. Im Frühjahr ist es die erste Rose die blüht und im Herbst eine der Letzten die sich verabschiedet


               
 Die Aster pansus 'Snowflurry' ist immer etwas später dran  als die normalen Astern. Die habe ich zum Teil schon zurückgeschnitten, gehäckselt und als Mulchmaterial auf den Beeten verteilt. Noch schöner würde Snowflurry aber aussehen wenn sie etwas höher sitzen würde und sich wie ein Wasserfall über ein paar Steine ergießen könnte. Doch was will man machen wenn man einen topfebenen Garten hat, aber vielleicht lasse ich mir diesbezüglich noch was einfallen
Aster novae-angliae 'Purple Dome' ist immer noch eine Augenweide, dazu standfest und gesund, so liebe ich das!







Nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist es mir nun endlich gelungen eine Tricyrtis (Krötenlilie) zum blühen zu bringen. Ich finde sie einfach genial und kann nur hoffen dass es ihr auf Dauer hier gefällt
Mein Undergardener konnte es wieder mal nicht lassen und hat einen alten Einkaufskorb bepflanzt. Ich konnte ihn aber gerade noch davon abhalten die Erde ohne Folie einzufüllen, mit dem Ergebnis bin ich jedoch sehr zufrieden

Die Sedümer bleiben stehen bis zum Frühjahr, die eine oder andere Blüte werde ich mir jedoch noch zum kränzeln abzwacken

Ein wildes Durcheinander aus abgeblühten Stauden, Gräsern und Staudenhaltern die gar nichts mehr zum halten haben. Dort habe ich nämlich die Echinaceen abgeschnitten, sie versamen sich nämlich wie verrückt und werden schon fast zur Plage




 Hier sieht man was sich bis jetzt mit der leeren Fläche getan, bzw. nicht getan hat. Auf die Wurzel habe ich nun vorerst mal einen Pflanzkübel gestellt und damit er nicht so alleine dasteht noch einen Zweiten dazu.

 Die Lücke im Zaun ist mit zwei Ligustersträuchern geschlossen worden und da sie noch sehr klein sind, habe ich noch ein Zaunelement davor gestellt. Mehr werde ich jetzt im Herbst nicht mehr ändern, im Winter habe ich genug Zeit um mir für diesen Streifen etwas einfallen zu lassen

Eigentlich passen diese Farben gar nicht richtig zusammen, aber bald werden die Blätter eh abfallen und ich kann die Töpfe an der Hauswand zusammenrücken. Zur Zeit sind die Temperaturen ja fast noch sommerlich, also genießen wir das schöne Wetter so lange es anhält

Dienstag, 14. Oktober 2014

Wieder mal ein paar Karten........

Nachdem der Herbst und somit die kühle und nasse Jahreszeit immer näher kommt, rückt dann auch mein zweites Hobby wieder mehr in den Vordergrund. Auch werde ich wohl sehr bald mit den ersten Weihnachtskarten anfangen müssen, Weihnachten kommt doch immer so plötzlich :-)



Diese Pop Up Karten sind gerade der Renner bei meinen Freundinnen. Ich komme kaum mit der Herstellung nach und die ersten Wünsche für Weihnachtskarten in diesem Stil sind auch schon an mich herangetragen geworden



Der nächste Schwung ist auch schon fertig und hier hab ich meine neue Schnörkelstanze eingesetzt

 

Wenn ich mal keine Lust zum stempeln habe, greife ich einfach auf die kleinen Bildchen zurück die man im www findet und dann ausdrucken kann

  Hier hab ich meinen neuesten Stempel verwendet, sieht doch echt chic aus!



Mittwoch, 8. Oktober 2014

Mit der Schmalspurbahn durch Sardiniens Norden

 Etwa eine halbe Stunde Fahrzeit von der Hafenstadt Olbia entfernt (mit dem Bus auch etwas mehr) liegt die kleine und idyllische Hauptstadt der Gallura Tempio Pausania auf einem Hochplateau zu Füßen des Monte Limbara


 Seinen Charme entfaltet die Stadt vor allem im historischen Ortskern mit den unverputzten Granithäusern, kleinen Cafes und doch recht vielen modernen Geschäften die man hier in der Pampa gar nicht vermutet. Doch immerhin hat Tempio 13000 Einwohner, ist also zahlenmäßig genau so groß wie meine Heimatstadt.  Die Wirtschaft Tempios ist vorwiegend von Korkabbau und –verarbeitung, aber auch von Granitabbau und Weinbau geprägt. In den Weinbergen von Tempio reifen hervorragende Vermentino- und Muskatweine.
 Besonders die Balkone an den Häusern sind wahre Schmuckstücke und werden auch heute noch in reiner Handarbeit hergestellt. Berühmt ist die Stadt aber auch für seine Mineralquellen, deren Wasser z.T. in Flaschen gefüllt und auf ganz Sardinien angeboten wird.






 Immer wieder Einblicke in verschwiegene Gässchen, doch leider hatten wir nicht so viel Zeit um alle zu erkunden. Für einen Kaffee hat es aber dennoch gereicht, wir haben ja schließlich Urlaub!
An der Piazza San Pietro stehen drei Kirchen:
die Kirche Santa Croce, das Oratorio del Rosario und die Kathedrale San Pietro. 

 Für jeden gefallenen Soldaten vom 1. Weltkrieg (oder war es der 2? )wurde hier eine Steineiche gepflanzt

 Sehenswert ist auch der kleine Bahnhof von Tempio.

 Die Schalterhalle ist mit Ölgemälden versehen, die Ausschnitte aus dem alten sardischen Dorfalltag zeigen.
Die Malereien stammen von Giuseppe Biasi, der in den 1930er Jahren den Auftrag zu dieser Arbeit erhielt. Biasi war einer der berühmtesten sardischen Künstler des 20. Jahrhunderts.



 Bevor wir nun mit der Schmalspurbahn losfuhren durften wir uns noch die Werkstatt ansehen in der alles repariert wird was so anfällt und was es heute gar nicht mehr zu kaufen gibt. Arbeit gibt es genug, das sieht man an den rostigen Ungetümen die hier zuhauf rumstehen




 Hier ein Blick in einen der nostalgischen Waggons der Bahn die  dann gemütlich durch die Gegend ruckeln. Und es ruckelte manchmal gewaltig und die Hälfte der Fotos die ich von der Landschaft gemacht habe ist leider verwackelt
 Nach dem regnerischen Tag in Rom waren wir froh dass wir heute blauen Himmel hatten. So konnten wir die herrliche Aussicht bei offenen Fenstern und frischer Luft genießen


 An einem Stausee hielt der Zug dann an und wir wurden mir sardischen Spezialitäten verwöhnt.

 Es gab Wein, Brot, Wurst, einen herrlichen Ziegenkäse und natürlich Oliven. Die dürfen hier nicht fehlen, aber mein Geschmack sind sie trotzdem nicht


 So sieht eine Korkeiche aus wenn sie frisch geschält ist. Das leichte und schwammige Korkgewebe zeigt senkrechte Risse und ist an der Außenseite weiß, an der Innenseite rot bis rotbraun. Nach der Ernte des Korks erscheint der Stamm rotbraun, später jedoch deutlich dunkler

Noch ein letzter Blick auf den Stausee, dann steigen wir wieder in den Zug der uns zum Bahnhof fuhr wo auch schon der Bus nach Olbia auf uns wartete und uns zurück zum Schiff brachte