Samstag, 17. März 2012

Es regt sich was

Endlich ist es richtig warm geworden und die Sonne hat mich in den Garten und natürlich auch an den Pflanztisch gezogen. Überall in den Gartencentern und auf den Wochenmärkten werden nun die Frühjahrsblüher angeboten, wer kann nach all den tristen Monaten da schon widerstehen?! Auch ich habe mir heute ein paar Töpfchen gekauft, hauptsächlich Stiefmütterchen und Hornveilchen, aber auch ein paar Bellis sorgen nun für etwas Farbe rings ums Haus



Wie man bei einem Blick in unsere Laube sehen kann, ist dort noch die ganze Deko verstaut. Bis jetzt konnte ich mich noch nicht aufraffen sie zu verteilen, aber das werde ich nächste Woche in Angriff nehmen.
Die Strauchpaeonie hat schon jede Menge Knospen angesetzt, mal schauen wie viele Blüten es dieses Jahr werden

Jedes Jahr stehe ich vor der gleichen Entscheidung: Nehme ich nun die prächtigen Stiefmütterchen, oder doch lieber die kleinen Hornveilchen. Meist kaufe ich dann von jeder Sorte etwas, es kommt halt auch immer auf die Größe des Pflanzgefäßes an in das ich sie dann setzen werde

Ganz stolz bin ich, dass ich das erste Mal geschafft habe den Rosmarin über den Winter zu bringen! Was hab ich in den letzten Jahren nicht schon alles versucht, doch erst der Platz am Waschküchenfenster schien ihm zu gefallen. Er hat sogar schon neue Triebe gebildet und bald schon werde ich die ersten Zweige für ein leckeres Lammgericht verwenden

In letzter Minute sah ich in dem Blumengeschäft dieses nette Schäfchen und es war Liebe auf den ersten Blick. Aber kann man sich denn eigentlich in Schafe verlieben??????????????

Und sie blühen dennoch! Was hab ich um meine Helleborus gezittert als es neulich ein paar Nächte um die -20° hatte! Fast alle sahen aus als ob sie erfroren wären und zum Teil muss ich auch bei einigen dieses Jahr auf die Blüte verzichten. Doch siehe da, bei etwa der Hälfte meines Bestandes regt sich doch noch etwas, wenn auch nicht so üppig wie in den vergangenen Jahren. Sie sehen halt etwas zerzaust aus, aber Hauptsache sie leben noch!


Die Leberblümchen blühen auch wieder zuverlässig, nur die Krokusse lassen sehr zu wünschen übrig. Das sind die beiden einzigen Tuffs die nach etwas aussehen, der Rest steht auf sehr wackeligen Beinen. Ob die noch blühen werden? Ich kann es nur hoffen, denn wozu habe ich schließlich vor zwei Jahren jede Menge Zwiebelchen verbuddelt.

Sonntag, 11. März 2012

Gärtnerei Jacobs/NL

Auf unserer Gartenreise durch die Niederlande besuchten wir unter anderem die Kwekerij Jacobs mit ihrem wunderschönen Schaugarten. Eine kleine, aber feine Pflanzenauswahl wartet dort auf ihre Käufer und man wird von den Inhabern wirklich gut beraten. Der- eigentlich die Schaugärten liegen rechts und links vom Pflanzenquartier und während auf der linken Seite der große Teich dominiert, wandelt man auf der anderen Seite durch eine märchenhafte Gartenanlage mit jeder Menge Paeonien die im Moment gerade blühten














Mittwoch, 7. März 2012

Abu Dhabi/Arabische Emirate

Die zweite Anlaufstation unserer Reise mit der Aida blu im Orient war Abu Dhabi. Bis in die 1960er Jahre bestand die bis dahin kleine Inselstadt noch aus einfachen Bauten, teilweise ohne Elektrizität und Kanalisation. Der Beginn der Erdöl Förderung änderte diese Umstände schlagartig. Abu Dhabi wurde ab den 1970er Jahren mit einem schachbrettartigen Masterplan zu einer modernen Metropole ausgebaut. Abu Dhabi ist die facettenreiche Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate mit etwa zweieinhalb Millionen Einwohnern. Das Interessante dabei ist, dass nahezu fünfundachtzig Prozent der Einwohner Menschen anderer Nationen und Kulturen sind.

Der Orient und Falken, das gehört irgendwie zusammen.

Das staatliche Emirates Palace Hotel in der Hauptstadt unter der Leitung der Kempinski-Hotelkette gilt als das größte und eines der luxuriösesten Hotels der Welt. Leider konnten wir es nur von außen sehen, denn Besucheranstürme von Touristen sind dort nicht erwünscht, was ich auch gut verstehen kann


Da wir eine Stadtrundfahrt mit Besuch einer Shopping Mall und einer Fahrt mit einer Dhau gebucht hatten, waren wir so gut wie gar nicht zu Fuß unterwegs. Zum shoppen hatte man ca. zwei Stunden Zeit, mir hätten 15 Minuten gereicht! Diese riesigen Einkaufstempel sind nichts für mich und die Auslagen in den Geschäften war auch nur etwas für die gehobene Kundschaft, in diesem Falle reiche Araber die dort zuhauf anzutreffen waren. Ich habe dort auch keine Fotos gemacht, denn wie ein Einkaufszentrum von innen aussieht kann sich jeder in etwa vorstellen. Zudem wären mir ständig verschleierte Frauen vor die Linse gekommen und die haben es nicht so gerne wenn sie fotografiert werden

Abu Dhabi zählt aufgrund des rasanten Wachstums seit 1980 zu den modernsten Städten weltweit. Daher präsentiert die Stadt überwiegend ein neues Gesicht. Architektonisch markante Hochhäuser z.T. mit arabischen Elementen und großzügig ausgebaute Straßen prägen das Stadtbild. Wir kamen uns eher wie in einer amerikanischen City vor, als mitten in den arabischen Emiraten


Die Corniche, wohl der schönste Teil von Abu Dhabi, ist eine Küstenpromenade, die von gepflegten Rasenflächen und Springbrunnen gesäumt wird, vor dem Hintergrund der beeindruckenden Skyline.


Der Hauptgrund dass wir diesen Ausflug gebucht hatten, war das Angebot eine Bootstour auf einer alten Dhau zu unternehmen. Man sieht diese wunderschönen alten Holzschiffe und vergisst vor lauter Bewunderung, dass man eines der traditionsreichsten Transportmittel überhaupt vor sich hat. Die Dhaus sind ein bedeutendes Stück Geschichte im Leben der Araber - sie waren es und sind es noch immer. Interessant ist auch, dass es für den Bau einer Dhau keine Baupläne gibt. Die Schiffsbauer gaben schon immer ihr Wissen mündlich weiter - nach dem Prinzip "learning by doing". Was zur Folge hat, dass immer noch Dhaus in Dubai, Abu Dhabi und Ajman nach uralten Methoden gebaut werden, mit Äxten, Hobeln und Drechseln.


Da Abu Dhabi aus allen Nähten platzt, hat man angefangen künstliche Inseln aufzuschütten

Was für ein Kontrast!



So sah es in "unserer" Dhau aus, recht orientalisch wie ich finde. Nur fürchterlich gezogen hat es, wie man an den aufgeblähten Vorhängen gut erkennen kann. Sind halt auch keine Fenster drin, die man hätte schließen können :-)

Nach so vielen Eindrücken ging die Fahrt zurück zum Schiff und im letzten Licht der Abendsonne liefen wir wieder aus mit dem Ziel: Bahrein

Samstag, 3. März 2012

Wochenend und (kein) Sonnenschein

Irgendwie war in den letzten Tagen der Sonnenschein in Deutschland ziemlich ungerecht verteilt. Während die eine Hälfte bei 18° das herrliche Wetter draußen genießen konnte, hockten wir hier unter einer grauen Hochnebeldecke und fröstelten bei nicht einmal 10°! Im Garten tut sich deshalb noch nicht all zu viel, alles ist noch matschig und bis gestern waren sogar noch Reste vom Eis auf dem Teich zu sehen. Was macht man da? Meiner-einer hat sich deshalb wieder mal in Dekoversuchen gewagt und diesmal bin ich sogar einigermaßen zufrieden mit dem Ergebnis

Die Kommode im Flur eignet sich dafür wunderbar, nur dass es hier ziemlich dunkel ist und somit ist das für Blumen nicht so ganz der ideale Platz. Aber ein paar Tage halten sie das schon aus, dann dürfen sie wieder ans Licht oder noch besser, ganz nach draußen




Auf der Anrichte im Esszimmer steht nun ein Tablett mit einem Teil eines alten Kaffeeservices meiner Großmutter. Daneben ein paar Glaskaraffen und weil Ostern nicht mehr fern ist, natürlich auch ein paar Häschen.


Wie gut dass Zeitschriften die grauen Tage etwas versüßen, auch wenn es immer heisst: Papier ist geduldig!

Bei meinem heutigen Gartenrundgang hab ich gesehen dass trotz fehlendem Sonnenschein doch schon so einiges zu sehen ist. Dass aber schon die erste Tulpe blüht, das hat mich dann doch etwas in Erstaunen versetzt. Leider sind durch den strengen Frost viele meiner Helleborusblüten erfroren, aber einige Exemplare scheinen es doch überstanden zu haben. Eine davon blüht sogar schon, der Rest wird sich hoffentlich auch noch berappeln