Donnerstag, 24. Februar 2011

Männer gärtnern anders

Heute möchte ich einen weiteren Elsässer Garten zeigen, der vermutlich von einem Mann angelegt worden ist. Warum? Ich vermute einfach dass die wenigsten Frauen so ein strenges Grundgerüst angelegt hätten und es auch viel mehr Pflanzen in zarteren Farben gäbe. Es war auch der Herr des Hauses der uns durch den Garten geführt hat, nämlich M. Erhart aus Rossfeld der zusammen mit seiner Frau noch eine kleine Gärtnerei betreibt

Der Garten stand gleich nach Berchigranges auf dem Programm und der Kontrast konnte nicht größer sein. Dort geschwungene Linien und hinter jeder Biegung gab es was Neues zu entdecken. Hier alles streng gegliedert und mit einem Blick überschaubar, ein Männergarten halt!


Ich würde mir auch nie Cannas in den Garten pflanzen, ich finde sie einfach gruselig und meiner Meinung nach sind es eher Friedhofsblumen. Hier war fast das ganze Wasserbecken mit ihnen eingefasst, schauderhaft!


Ich möchte jetzt nicht den ganzen Garten niedermachen, denn es gab natürlich auch Ecken denen ich schon eher was abgewinnen konnte. Hier z. B. streckten sich zwischen Buchskugeln und anderen Stauden jede Menge Fingerhüte in die Höhe, das gefiel mir schon besser


Doch dann wieder, knallrot und quietschgelb und nur gerade Linien, ein Männergarten halt :-)




Alleine in der großen Rasenfläche könnte man wunderschöne Beete integrieren, aber welcher Mann trennt sich schon gerne von seinem Rasen? Männer gärtnern halt anders als Frauen!


Da ich eh kein Freund von gelben Pflanzen bin, außer im Frühjahr, konnte ich mich für die bunten Farbkombinationen einfach nicht erwärmen




Doch siehe da, es geht auch anders! Plötzlich runde Formen und zarte Farben, ob da wohl die Frau des Hauses ein Machtwort gesprochen hat?


Rosa? Ich fasse es nicht!


Zierlauch und Bronzefenchel, das hatte seinen Reiz durch den großen Kontrast und das werde ich mir auch für den eigenen Garten merken


Hinter den Beeten wuchsen jede Menge seltene Bäume und Sträucher, somit war die Grenze zum Nachbarn Blickdicht


Es gab natürlich auch Staudenkombinationen die wunderschön anzuschauen waren und mir wirklich gut gefielen


Iris zum Beispiel, da sind in letzter Zeit einige Exemplare bei uns eingezogen


Dieser Gartenteil passte so gar nicht zum Rest der Anlage. Hier schlängelte sich nämlich ein schmaler Weg durch die Beete und man sah fast nur dezente Farben




Doch dann blitzte schon wieder eine gelbe Staude zwischen den anderen hervor, aber wäre diese Ecke ohne das knallgelb nicht viel schöner? Oder bin ich einfach zu kritisch?


Nur gut dass es so viele verschiedene Ansichten und Vorlieben gibt, sonst würde ja jeder Garten gleich aussehen. Ich habe mir dann dort noch einen Sambucus Blake Lace gekauft, der blüht rosa und ist somit für einen Männergarten total ungeeignet, lol!



Sonntag, 20. Februar 2011

Neues aus meiner Kartenwerkstatt

Da im Moment ja ein Tag so grau und trist wie der andere ist, nutze ich dieses trübselige Wetter um meinen Kartenvorrat ein bisschen aufzustocken. Leider passiert es dann auch dass ich mir immer etwas Neues bestelle, sei es nun ein paar Stempel oder andere Dinge die FRAU meint unbedingt haben zu müssen. Alles in allem ist dieses Hobby ganz schön kostspielig, aber welches Hobby gibt es schon ganz umsonst! Aber die ganze Bastelei macht auch großen Spaß und das ist ja schließlich die Hauptsache! Ein paar meiner Werke möchte ich euch hier zeigen und hoffe dass ich euch damit nicht langweile :-)























Das war es vorerst einmal und sollte der Frühling doch bald Einzug halten, werde ich eh wieder mehr im Garten als am Basteltisch zu finden sein :-)


Samstag, 12. Februar 2011

Jardin de Berchigranges/Vogesen/F

Auf einen der Gärten die wir auf unserer Elsassreise besuchten freute ich mich besonders, hatte ich doch schon öfter Fotos davon im www gesehen. Er lag zwar nicht direkt auf unserer Route, sondern schon ein Stück davon weg und wir mussten uns einige Kilometer über Serpentinen in die Höhe schrauben um an unser Ziel zu gelangen. Es ist der Jardin de Berchigranges und er liegt auch nicht mehr im Elsass sondern schon in den Vogesen. Aber die weite Fahrt hat sich wirklich gelohnt, denn dort erwartete uns ein Garten der wirklich einmalig schön ist


Also hereinspaziert und viel Vergnügen beim bummeln und staunen













































Und, hat euch der Garten genau so gut gefallen wie mir? Sicher lag das aber auch an dem Traumwetter das wir an diesem Tag erwischt hatten, bei Regen wäre das Vergnügen doch um einiges geschmälert gewesen.
Wer also einmal in die Nähe kommt sollte diesen Garten unbedingt besuchen, es lohnt sich wirklich!