Mittwoch, 9. Mai 2012

Berchtesgadener Land

Letztes Wochenende fand wieder unser obligatorischer Ausflug unseres Sportvereins satt und diesmal war das Berchtesgadener Land unser Ziel. Auf der Hinfahrt besuchten wir die Audi Werke in Ingolstadt wo wir staunend sehen konnten wie aus einem Haufen Blech und einiges an Zubehör ein tolles Auto entsteht.
Am zweiten Tag war der kleine Ort Ramsau unsere erste Anlaufastion auf unserer Rundreise. Die Hauptattraktion des Ortes ist die Pfarrkirche St. Sebastian, die mit den gewaltigen Felsmassiven des Mühlsturzhorns und der Reiteralp im Hintergrund sofort ins Auge fällt.


Dann ging die Fahrt weiter nach Bad Reichenhall und ich stellte wieder einmal fest, dass unser Kurpark wesentlich schöner ist als der Reichenhaller!

Die Alte Saline unter der malerisch gelegenen Burg Gruttenstein ist eingebettet in den historischen Kern der Stadt Bad Reichenhall. Sie wurde 1834 von König Ludwig I. erbaut und war eine zu ihrer Zeit hervorstechende Industrieanlage, modern und repräsentativ.


Hatten wir von unserm Hotelzimmer nicht eine tolle Aussicht?

Kirschblüte im Berchtesgadener Kurgarten

Natürlich durfte eine Bootsfahrt zum berühmtesten Wahrzeichen des Königssees nicht fehlen: St. Bartholomä

Mitten im See hielt das Boot dann auch an und einer der Angestellten blies auf seiner Trompete und wir konnten das berühmte Echo hören




Am letzten Tag, quasi auf der Heimreise machten wir noch einen Abstecher zum Chiemsee. Dort setzten wir zur Herreninsel über, wo wir dann eine Führung durch die Räume des Schlosses von Ludwig II. hatten


Jetzt fehlt mir nur noch Neuschwanstein, dann hab ich alle Prunkschlösser von Ludwig II. gesehen, wobei das Herrenchiemseher Schloss ja nie ganz fertig wurde. Die Bauarbeiten an Herrenchiemsee kamen aufgrund der Finanzierungsschwierigkeiten ab 1886 weitgehend zum Erliegen, zu jener Zeit war erst der dreiflügelige Hauptbau vollendet. Das Schloss ist in seinem heutigen Umfang nur ein Torso, denn die ursprünglichen Entwürfe sahen ein sehr viel umfangreicheres Bauwerk in Anlehnung an die vielflügelige Gesamtanlage des Versailler Schlosses vor.

Ludwig II. wollte Schloss Herrenchiemsee, wie auch seine anderen Bauten, nie für die Öffentlichkeit zugänglich machen und wünschte, dass die Schlösser nach seinem Ableben zerstört werden sollten. Was ein Glück für Bayern dass das nicht gemacht wurde, denn die Massen an Touristen bringen ja ganz schön Geld in die Staatskasse. Das Ende von Ludwig II. ist ja hinlänglich bekannt, wobei die genauen Umstände seines Todes wohl nie geklärt werden dürften.

Kommentare:

  1. Liebe Lis, das sieht nach einem wunderbaren Ausflug aus - der hätte mir auf jeden Fall auch gefallen. Ganz besonders wohl diese bezaubernde Kirschblütenallee und die Fahrt auf dem See samt Echo. Das hat schon was Majestätisches. Wobei ich natürlich auch gern seine Majestät, den Herrn Ludwig, besucht hätte, ich war nämlich in noch keinem einzigen seiner Schlösser, aber das muss sich unbedingt ändern. Neuschwanstein jedenfalls steht schon ganz lange auf meiner Liste... (aber wahrscheinlich kommst du eher hin als ich...) IDEEN hatte der Ludwig aber schon: Seine Schlösser zerstören? Das wäre eine wahre Schande gewesen!
    Ganz liebe Grüße und auf bald, Traude

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  2. Das sind ja richtig schöne, fast schon kitschige Postkartenmotive. :)Und dann noch der blauweiße Himmel. Das muss ein toller Ausflug gewesen sein. Und am Chiemsee hätte Dich ein Abstecher zu Planwerk sicher auch begeistert. ;)

    Viele Grüße
    Margrit

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  3. Liebe Lis, schön, dass Du uns auf diese Reise mitgenommen hast. Für mich war es gleichzeitig auch eine Reise in die Vergangenheit, denn in Bad Reichenhall und am Königssee war ich während meiner allererten Kinderfreizeit, damals war ich zehn! An die Bootsfahrt auf dem Königssee und an das Echo kann ich mich immer noch gut erinnern, das war schon sehr beeindruckend.
    Ich war zwar schon an einigen von Ludwigs Schlössern, aber noch in keinem drinnen. Neuschwanstein würde mich auch mal reizen, aber mir waren damals, als wir dort waren, die Warteschlangen viel zu lang - ich befürchte nur, dort gibt es gar keine Zeit, wo mal wenig Touristen da sind....
    Glücklicherweise sind die Schlösser ja doch erhalten worden - es wäre eine Schade gewesen, sie abzureissen!
    Liebe Grüße, Monika

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  4. Was für ein abwechslungsreicher Ausflug, Lis!

    Die Schlösser habe ich als alter Bayer natürlich alle gesehen. Ein kleiner Tipp für Leute, die gut Englisch sprechen - die englischsprachige Führungen wählen - die Leute sind sehr viel disziplinierter und so bekommt man auch viel mehr mit. Und die Warteschlangen sind nicht immer so lang.

    LG, Brigitte

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  5. Wirklich eine tolle Gegend, Lis. Das ist was für Mr. W., da kann er fotografieren.
    Überhaupt zieht es mich immer mehr in diese Ecken, ich glaub, ich werd älter!

    Al

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