Samstag, 28. Juli 2012

Akureyri /Island

Nun sind wir also auf dem Weg nach Island und es liegen noch stolze 1047 Seemeilen (1937 Kilometer) vor uns! Woher ich das so genau weiß? Jeden Abend steckt eine kleine Broschüre an der Kabinentüre und darin erfährt man alles wissenswerte wie eben halt auch die Entfernungen zum nächsten Ziel, was am nächsten Tag auf dem Schiff so alles geboten ist, wann die Restaurants geöffnet haben usw. usw. Nun sind zwei Seetage in der Karibik bestimmt wesentlich angenehmer als in diesen Breitengraden, aber auch die gingen vorüber und so liefen wir dann am 15. Juli morgens um 7 Uhr in den Hafen von Akureyri ein. Das kleine Städtchen liegt am längsten Fjord Islands und wird von schneebedeckten Bergen eingerahmt


Wir hatten uns für einen Ausflug zum Wasserfall "Godafoss" entschieden und danach stand noch ein Besuch im bot. Garten in Akureyri auf dem Tagesplan


Obgleich nur bescheidene 12 Meter hoch, beeindruckt die donnernde Kaskade des "Godafoss" durch die schiere Gewalt der Wassermassen, die sich in großer Breite in eine Schlucht stürzen. Der Name soll aus der Zeit der Christianisierung auf Island um das Jahr 1000 herum stammen. Der norgewegische König Olaf hatte für den Fall dass die Isländer Heiden bleiben würden, mit einem Holzembargo gedroht. Der Schiffbau war jedoch lebenswichtig für die Region, also machten die Bürger kurzen Prozess mit ihren alten Götterstatuen und warfen sie den Wasserfall hinunter der fortan "Godafoss" (Götterfall) hieß.


Die meisten Häuser auf Island haben gar keine Kamine, die brauchen sie auch nicht, weil ein Großteil der Häuser mit Fernwärme geheizt wird die hier ganz einfach aus dem Boden kommt


Die kath. Kirche in Akureyri und ich nehme an, dass gleich daneben das Pfarrhaus steht



Noch eine Kirche und die steht im absoluten Kontrast zum vorher gezeigten Gebäude


Dann ging es in den bot. Garten, denn als leidenschaftliche Gärtnerin freute ich mich riesig endlich wieder mal ein paar Blümchen sehen zu können.



Der Islandmohn darf hier natürlich nicht fehlen, obwohl das nicht mal die Nationalblume der Insel ist.


Irgendwie erinnerte mich der Garten an den Garten von Emil Nolde, jedenfalls war er genau so bunt und fröhlich angelegt



Auch auf Island gibt es natürlich Trolle, die hier sahen ja auch wirklich gefährlich aus. Leider mussten wir dann schon wieder zum Schiff zurück, aber bis Reykjavik waren es zum Glück nur 344 Seemeilen (618 Kilometer)

Das Wetter das am Morgen noch ziemlich grau war, hatte sich auch gebessert und so fand auf dem Pooldeck ein lustiger Wettbewerb zwischen dem Entertainment- Team und den Barchefs satt: Wer mixt den leckersten Drink und kann die besten Kreationen zaubern? Das Ergebnis entzieht sich leider meiner Kenntnis, aber geschmeckt haben sie mit Sicherheit Alle!

In der Bucht von Akureyri habe ich auch einen Wal gesehen! Es gibt dort recht viele Wale, aber bis man dann die Kamera schussbereit hat, sind sie meist schon wieder abgetaucht