Donnerstag, 23. August 2012

Jammern erlaubt

Wir befinden uns im Jahre 2012 nach Christus. Ganz Deutschland hat die meiste Zeit des Sommers über zu viel Regen und Nässe gejammert! Ganz Deutschland????? Nein!!!!!!!! Eine von den Regenwolken vergessene Region im Norden von Baden- Württemberg vertrocknet nämlich so langsam und der Herbst klopft schon mächtig an die Tür

Und eben wegen den oben genannten Gründen war mir mein Garten auch noch nie so zuwider wie im Moment! Alles gießen nützt nichts, denn die Sonne knallt gnadenlos vom Himmel und was nicht schon halber verdorrt ist, verbrennt vollends in der Hitze

Hier habe ich im Mai "Nachverdichtung" betrieben, doch die Pflanzen wuchsen trotz steten Wässerns eher rückwärts als vorwärts

Das ist die einzige meiner Hortensien deren Blüte noch nicht verbrannt ist, aber sie steht auch einigermaßen im Schatten. Leider hat sie auch nur eine einzige Blüte, aber immerhin besser als gar nichts

Beim Rest ihrer Namensschwestern ergeben sämtliche Blüten ein Bild des Jammers! Da kann ich nur hoffen dass das nächste Jahr etwas feuchter wird, sonst müsste ich sie alle versetzen. Nur wohin? So viel Schatten habe ich nun mal nicht, oder ich müsste einen Bagger kommen lassen der den Teer im Hof auf der Nordseite des Hauses entfernen würde. Da wäre dann der ideale Platz: Morgensonne und den Rest des Tages kühler Schatten. Aber was das kosten würde?! Seufz!

Sämtliche Sedümer stehen schon in voller Blüte, denen macht die Trockenheit anscheinend rein gar nichts aus

Auch die Gräser kommen ganz gut damit zurecht, doch ab und zu bekommen sie schon mal eine Kanne voll Wasser ab

So viele Echinaceen wie dieses Jahr hatte ich noch nie. Na klar, es sind ja auch Präriestauden die von Haus aus mit wenig Regen auskommen. Vielleicht sollte ich nur noch solche Stauden pflanzen, ade all ihr schönen Phloxe......

Sogar der Schlangenhautahorn lässt schon sein Laub fallen, das hier ist die Menge von einem einzigen Tag!


Die meisten Clematis sind nun schon verblüht, nur "Vanessa" scheint wieder mal bis zum Oktober durchzuhalten.

Überhaupt gibt es doch noch den einen oder anderen Lichtblick in meinem Garten, wie schon erwähnt die ganzen Sedumarten.......

.....ein Teil der Rosen blüht zum zweiten Mal, aber nur diejenigen die ich nicht vergessen habe zu düngen! Asche über mein Haupt!

Was mich aber am meisten erschüttert ist, dass ein Großteil der Astern schon blüht und wir haben gerade erst mal August! Was soll denn dann im September und Oktober noch kommen? Nichts mehr, aber vielleicht blühen ja dann an Weihnachten die ersten Tulpen, ich würde mich nicht sonderlich darüber wundern!

Übrigens: Meine Kommentarfunktion ist wieder angeschalten

Donnerstag, 16. August 2012

Ein englischer Garten in Mainfranken

Da mein Garten im Moment unter der extremen Trockenheit leidet und somit nicht besonders sehenswert ist, möchte ich euch heute in einen wunderschönen Garten in Frickenhausen einladen den wir anlässlich der offenen Pforte besucht haben. Es gibt auch eine Webseite, da kann man alles wissenswerte erfahren und ich erspare mir mühsame Erklärungsversuche: Klick


















Die Hausherrin hat uns glaubhaft versichert dass sie alles alleine macht, aber ich kann mir das fast nicht vorstellen! Alleine die ganzen Buchshecken und -kugeln zu schneiden ist ja schon eine Vollzeitbeschäftigung, aber vielleicht helfen ihr ja ein paar Heinzelmännchen und die sind ja bekanntlich unsichtbar :-)
Nachtrag: Die Gartenarbeit wird von der Besitzerin wirklich alleine bewältigt, nachzulesen im letzten Eintrag meines Gästebuches. Danke Marina! :-)

Freitag, 10. August 2012

Wo Nessie zu Hause ist

Die letzte Station unserer Reise in den hohen Norden war Schottland! Die Landschaft dort mit ihren Hochmooren und Seen verbreitet eine mystische Atmosphäre in der viele Sagen und Legenden ihren Ursprung finden. Wir hatten einen Ausflug mit einer Wanderung in den Highlands gebucht und die hatte es in sich!

ZentriertAusgehend von "Cannich" am Eingang zur atemberaubenden Bergschlucht "Glen Affric" mit dem gleichnamigen Fluss führt der Weg erst steil in die Höhe, um dann später nur noch als Trampelpfad ebenfalls so steil wieder hinabzuführen.

Birkenwälder säumen den Weg und ab und zu hört man unten im Tal den Fluss rauschen

Riesige Flecken von Heidekraut bedecken hier den Boden, es muss ein prächtiger Anblick sein wenn es im Herbst dann zu blühen beginnt


Natur pur, nur schade dass sich die Sonne nicht zeigte und es ziemlich bedeckt war. Ab und zu nieselte es auch, das machte das Gehen auf den zum Teil doch recht rutschigen Pfaden nicht gerade leichter

Irgendwann muss man dann auf einer etwas wackeligen Brücke die Schlucht überqueren, wehe dem der nicht ganz schwindelfrei ist

Geschafft! Nach eineinhalbstündiger und auch recht flotter Wanderung war der Ausgangspunkt endlich wieder erreicht und nun ging die Fahrt weiter zu Nessie

Nur knapp 50 km von Invergordon entfernt befindet sich das wohl berühmteste Synonym von Schottland überhaupt : Loch Ness, der wundervolle und sagenumwobene See und angebliche Heimat von Nessie. Erstmals im 6. Jahrhundert "entdeckt", gewann das Monster dank der unscharfen und schattenhaften Fotografien aus den 1930er Jahren schnell an Berühmtheit. Aber selbst moderne Untersuchungen mit dem Echolot haben Nessie nicht aufspüren könne, nur als wir gerade da waren, da tauchte sie plötzlich auf! :-)

Noch mal Nessie, da soll einer sagen es gäbe sie nicht!

Der See ist stolze 37 km lang, aber im Mittel nur 1,5 km breit. Gegen Ende der Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren war Loch Ness vermutlich noch eine Meeresbucht. Als sich das vom Gletschereis befreite Land bei Inverness hob, wurde der Zugang zum Meer abgeschnitten.

Gemessen an der Wasseroberfläche von 56,4 km² ist Loch Ness nach Loch Lomond der zweitgrößte See Schottlands. Er verfügt aber aufgrund seiner Tiefe über das mit Abstand größte Wasservolumen aller schottischen Seen.

Überall an den Straßenrändern blühte der rote Fingerhut, meine Digi meint nur wieder einmal dass er rosa wäre

Die Hafenstadt Invergordon wo unser Schiff vor Anker lag, geizt jedoch eher mit ihren Reizen. Sie ist klein und beschaulich, fast ein wenig verschlafen. Das Besondere dieser Ortschaft ist die Nähe zu den zahlreichen Burgen und Schlössern, der atemberaubenden Natur und den vielen Lochs rundum.

"Lüftlmalerei" in Invergordon. Es gibt noch viel mehr solcher bemalter Häuserfassaden, aber um alle sehen zu können hätten wir vom Schiff aus nochmal in den Ort gemusst und dazu waren wir nach der langen und auch anstrengenden Wanderung einfach zu ko. So hab ich nur die beiden Foto die ich vom Bus aus gemacht habe, jetzt im Nachhinein finde ich es aber doch schade dass wir nicht nochmal zurückgelaufen sind


Zum Schluss unserer Reise trat dann auf dem Schiff noch eine Gruppe auf die schottische Volkstänze vorführten, natürlich zu den Klängen eines Dudelsacks. Ein Akkordeonspieler und eine Sängerin vervollständigten die Truppe, die dann mit viel Beifall verabschiedet wurde



Draußen am Kai spielte uns zum Abschied dann noch ein richtiges Dudelsackorchester ein paar Stücke. Sie spielten auch noch als wir schon aus liefen und wir sie fast nicht mehr hören konnten, aber irgendwie habe ich diese Musik immer noch in den Ohren.......


Hier wird kein Öl gefördert, sondern hier werden die Plattformen gewartet und repariert bevor sie wieder in die Nordsee geschleppt werden

Am Rande der Bucht liegt ein Örtchen das aus einem Rosamunde Pilcher Roman entsprungen sein könnte. Schade nur dass keine Zeit blieb um es besuchen zu können, überhaupt müsste man die ganze Reise ein paar Mal machen können um alles zu sehen

Am letzten Tag bin ich dann schon morgens um 5 Uhr aufgestanden um die Einfahrt in den Hamburger Hafen miterleben zu können. Hier begann unsere Kreuzfahrt und hier endete sie auch wieder. Es war wunderschön und es war mit Sicherheit nicht die letzte Reise mit einem Schiff der Aida-Flotte!