Freitag, 29. März 2013

Na sowas!

 Nein, das was ich euch jetzt zeige ist kein Aprilscherz, aber man könnte es glatt für einen halten! Kürzlich entdeckte ich nämlich, dass  mein allergrößter Helleborusbusch doch tatsächlich fünferlei verschieden Blüten hat! Ich weiß gar nicht mehr wo ich den ursprünglich her habe, es war auf alle Fälle eine milde Gabe aus einem anderen Garten. Die letzten Jahre hat er allerdings immer völlig normal geblüht und letztes Jahr fast gar nicht. Da sind fast alle Blüten erfroren, doch dieses Jahr spinnt er total, aber schaut selbst:

 Blüte Nr. 1 ist weiß mit roten Sprenkeln und ungefüllt

 Nr. 2 blüht rosa mit roten Adern und ist ebenfalls ungefüllt.

 Nr. 3 ist hellrosa mit roten Punkten

 Nr. 4 blüht fast weiß mit rosa Streifen und ist halb gefüllt

 Und zum guten Schluss die Nr. 5 die ganz gefüllt ist, hellrosa blüht und rote Punkte hat Für mich ist es die allerschönste Sorte, auch wenn man bei so viel Durcheinander gar nicht mehr von Sorten reden kann.

 Hier ist nochmal der ganze Busch zu sehen und ich bin am überlegen ob ich die Staude jetzt teilen, oder ob ich lieber die Finger davon lassen soll? Nachher gehen mir die schönsten Teile kaputt und so hab ich wenigstens etwas Einmaliges im Garten. Schade ist nur dass die meisten Blüten immer die Köpfe hängen lassen, sonst würde man diese Vielfalt an Farben und Formen noch viel besser sehen können

 Zwischen Pflasterritzen ist diese Helleborus foeditus aufgegangen. Ich kann sie da nicht mal ausgraben, aber anscheinend scheint sie sich hier trotzdem wohl zu fühlen

 Mein dunkelste Sorte vor der ich jeden Tag ganz andächtig stehen bleibe, weil sie noch nie so viele Blüten hatte wie dieses Jahr


Eigentlich wollte ich die Stiefmütterchen schon längst auspflanzen, aber so lange morgens der Gartenteich immer noch eine Eisschicht drauf hat, müssen sie noch im Schuppen bleiben. Dieses Frühjahr hat halt seine eigenen Gesetze und wir müssen uns in Geduld üben. In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Osterfest mit ganz viel wärmenden Sonnenschein 
smilies

Dienstag, 26. März 2013

Mindelo / Kapverden

Ja, wer hat bei diesem Wetter nicht Lust auf Sonne und Wärme und so möchte ich euch heute auf die kapverdischen Inseln mitnehmen. Die zusammen etwa 15 Inseln zählende Gruppe liegt auf der Afrikanischen Platte, ist vulkanischen Ursprungs und wurde 1445 von portugiesischen Seefahrern entdeckt. Neun der Inseln sind heute bewohnt – auf der Insel Santiago in der Südgruppe der Kapverdischen Inseln liegt Paria, die Hauptstadt der Republik Kap Verde.


Zunächst war aber Mindelo unser Ziel, das ist eine Hafenstadt auf der Insel São Vicente  mit 62.970 Einwohnern.  Der Hafen, der ab 1850 eine wichtige Versorgungsstation auf den Transatlantikrouten war, dient heute als Anlegepunkt für Kreuzfahrtschiffe. Bekannt ist Mindelo für seinen farbenprächtigen Karneval, der an den brasilianischen Karneval erinnert.


Landschaftlich wird São Vicente von dem mächtigen Berg Monte Verde (750m) beherrscht, der mit zwei weiteren Gebirgszügen  das Bild der Insel bestimmt.

Der Berg  ist allerdings nicht wie sein Name verspricht, grün, sondern besteht aus rötlich-braunem Geröll. Vor der Sahelkatastrophe wurden auf seinem Rücken grüne Bohnen und Mais angebaut, was wahrscheinlich zur Namensfindung „Grüner Berg“ führte.

Von hier oben hat man einen guten Ausblick auf das umliegende Land, die Stadt Mindelo, an klaren Tagen sogar bis nach Santo Antão und hinüber zu den unbewohnten Inseln Santa Lucia, Branca und Raso.




An diesem wunderschönen Strand sollte man besser nicht baden gehen, denn die Strömung ist sehr gefährlich auch wenn das auf den ersten Blick nicht so aussieht

Der Sand dieser riesigen Düne wurde von der Sahara rübergeweht, denn das afrikanische Festland liegt ja "nur" etwa 500km weit weg



Ja und dann haben mich die Batterien meiner Digi im Stich gelassen und Ersatz hatte ich leider keinen dabei. All zuviel gab es aber auch nicht mehr zu sehen, so dass es nicht so tragisch war. Wir waren eh schon wieder Richtung Schiff unterwegs, denn am nächsten Tag stand eine andere Insel auf dem Programm von der ich euch wesentlich mehr zeigen kann

Dienstag, 19. März 2013

Garten Vandercruys-Frederix

 Da uns allen dieses elende Schmuddelwetter mit Sicherheit zum Hals raushängt, möchte ich euch mit ein paar Fotos unserer letzten Gartenreise verwöhnen. Es gibt von diesem Garten auch eine HP, doch die ist leider nur niederländisch aber diese und hoffentlich auch meine Fotos brauchen keine Übersetzung. Hier geht's zur HP: Klick

















Dienstag, 12. März 2013

La Gomera

 WILLKOMMEN • BIENVENIDO
La Gomera ist die zweitkleinste der kanarischen Inseln. Das in weiten Teilen immer noch ursprüngliche Eiland ist ein Paradies für Erholungssuchende, die "Natur pur" und Ruhe lieben. Die schroffe und oft karge Landschaft, das Licht der Sonnenuntergänge, das Funkeln der zum Greifen nah erscheinenden Sterne am Nachthimmel und die lebenslustigen Gomeros machen den Zauber der Insel La Gomera aus.

Nach unserer Abfahrt von Gran Canaria war nun La Gomera das nächste Ziel und da wir erst für den Nachmittag einen Ausflug gebucht hatte, machten wir einen kleinen Bummel durch San Sebastian. Das ist die Hauptstadt von La Gomera mit etwas mehr als 7000 Einwohner.

insel-la-gomera.de
Das ist die Kirche Mariä Himmelfahrt,die Fotos die ich innen gemacht habe sind leider nichts geworden




La Gomera besitzt mehrere Vegetationszonen. Aufgrund ihrer Höhenlage und ihres Mikroklimas sind diese sehr unterschiedlich. Im Norden der Insel finden sich ab 500 Meter Höhe Lorbeerwälder und immergrüne Farne. Oberhalb einer Höhe von 1000 Metern gehen sie fließend in die Fayal-Brezal-Formation über, einem Heidemischwald aus Gagelstrauch und Baumheide . Im regenarmen Süden der Insel dominieren neben verschiedenartigen kargen Sträuchern der Phönizische Wacholder, Dickblattgewächse und die Kanarenpalme. In Küstennähe befinden sich vorwiegend Pflanzen, die auf die salzhaltige Brise des Meeres angewiesen sind, zum Beispiel der Strandflieder, diverse Wolfsmilchgewächse, Agaven und Feigenkakteen.




 Im bot. Garten den wir besuchten blühten Pflanzen, die man bei uns zum Teil nur als Zimmerpflanzen kennt. Aber hier kennt man ja auch keinen Frost, ganz im Gegensatz zu unserem Klima



Zu den Besonderheiten La Gomeras gehört die weltweit nur hier existierende Pfeifsprache der Gomeros, El Silbo  die schon von den Ureinwohnern zur Verständigung genutzt worden sein soll. Sie hat den Vorteil, auch über große Distanz gehört zu werden, was den Gomeros zu einer einfachen Verständigung über ihre weiten Täler  verhalf und verhilft.




La Gomera gehört mit etwa 12 Millionen Jahren zu den älteren der Kanarischen Inseln. Der vulkanische Ursprung ist noch sehr gut sichtbar.  Inmitten der Insel gedeiht der größte noch zusammenhängende Lorbeerwald der Erde. Mit den eng zusammenstehenden Vulkanschloten gehört er zum Nationalpark Garajonay der UNESCO- Weltnaturerbe ist. Höchste Erhebung der Insel ist der gleichnamige Garajonay mit 1.487 Metern Höhe.



Hier hat es vor einiger Zeit gebrannt, man kann die verkohlten Bäume noch gut erkennen


Blick von oben auf San Sebastian

Dann hieß es vorerst Abschied nehmen von den Kanaren, denn das Schiff machte sich auf den Weg zu den kapverdischen Inseln. Somit lagen zwei Seetage vor uns, die wir zum Teil dösend auf dem Sonnendeck verbrachten, ach war das schön!
smilie