Sonntag, 19. Mai 2019

Santorin - wohnen am Abgrund

 Ganz ehrlich: Möchtet ihr so nah an einem Kraterrand wohnen? Also ich nicht! Doch auf Santorin ist das nahezu selbstverständlich und die Aussicht von da oben ist auch echt grandios

 Der hier hat fast noch einen besseren Überblick, denn er hat sich gerade als wir dort unterwegs waren halsbrecherisch von Hausdach zu Hausdach geschwungen und mir ist mehr als einmal die Luft fast weggeblieben. Aber so flink und geschickt der war, da sah man dass er das nicht zum ersten mal machte

 Ach so, wir waren ja mit dem Schiff unterwegs und somit mussten wir die Insel ja auch erst mal erreichen. Einen größeren Hafen gibt es dort ja nicht, also wird man mit Tenderbooten an Land gebracht

 Um da hoch zu kommen gibt es drei Möglichkeiten: 1. zu Fuß, 2. mit dem Esel und 3. mit der Seilbahn. Wir zogen letzteres vor denn ehrlich, es ist fast schon Tierquälerei was sich da abspielt. Mir tun mir die armen Viecher echt leid die Touristen mit 100 kg und mehr die vielen Stufen hochschleppen müssen und das bei der größten Hitze!


 Runter sind wir dann gelaufen, aber ich war echt froh als wir endlich unten waren. Das geht nämlich fürchterlich in die Knie und dazu kommen einem ständig Esel entgegen und dann wird es eng, sehr eng....


 Blick von oben in die Caldera und rechts kann man die Seilbahn erkennen

 Wir waren vor einigen Jahren schon mal auf Santorin in Urlaub, allerdings im flachen Teil der Insel. Damals waren wir zwei Wochen dort und hatten somit genug Zeit die ganze Insel erkunden. Hier hat uns dann dieser Ausflug genügt, so viel verändert hat sich in den paar Jahren ja auch nicht

Mittwoch, 8. Mai 2019

Mairegen bringt Segen.....

….da wächst jedes Kind, da wachsen die Blätter und Blumen geschwind. 
🌿🌿🌿🌸🌼🌸🌼🌸🌿🌿🌿

Und das tun sie nach dem reichlichen Regen vom letzten Wochenende im wahrsten Sinne des Wortes. Hab ich noch vor kurzem gejammert dass man zu viel Erde in den Beeten sieht, wird die Bepflanzung jetzt von Tag zu Tag dichter.

Auch der Teich ist wieder voll, denn wir leiten das Regenwasser über einen Schlauch direkt dort hinein. Letztes Jahr mussten wir aber oft aus der Wasserleitung nachfüllen, ich hoffe dass uns das dieses Jahr mehr oder weniger erspart bleibt

Das Geum "Belle de Jour" hat etwas Ähnlichkeit mit "Mai Tai", ist aber ungefüllt und somit eine gute Bienenweide

Und mein Geum "Mai Tai" kann ich gar nicht oft genug anschauen, ich freu mich einfach dass es ihm hier so gut gefällt und es wächst und gedeiht. Als es so trocken war, hab ich es aber auch immer täglich mit einem Schluck Wasser bedacht. Jetzt ist der Boden gut feucht und ich kann mir diese Arbeit sparen


Mit diesem Beet hab ich so meine kleinen  Probleme. Da mein Undergardener immer Laub (und wenn es nötig ist auch Algen) aus dem Teich fischt, braucht er rings herum einen kleinen Trampelpfad um überall hin zu kommen. Leider verlässt er ihn meiner Meinung nach viel zu oft und so sehen die Stauden rings um den Teich immer etwas ramponiert aus 😮



Die hohen Iris fangen jetzt zu blühen an, während die niederen Sorten schon wieder verblüht sind

Hier standen einst zwei große Buchskugeln, insofern dauert es noch ein oder zwei Jahre bis diese Lücken nicht mehr zu sehen sind

Nach all den gelben und roten Tulpen bin ich froh dass  jetzt so nach und nach wieder meine Lieblingsfarben erscheinen. Klar, ein paar Ausrutscher wird es immer geben, aber gerade das macht ja einen Garten auch erst so richtig spannend. Es darf nur nicht zu bunt werden, aber dafür hab ich als Ruhepol ja meine ganzen Hostas 🤩

Ein bisschen Shabby chic in Form einer alten Haustüre die am Flieder lehnt. Allerdings haben wir sie gut befestigt, sonst wäre sie schon öfter bei stürmischem Wetter umgekippt

Die Hasenglöckchen hab ich nie gepflanzt und trotzdem waren sie eines Tages einfach da!

Samstag, 4. Mai 2019

Rund um Krakau / Polen

 Krakau ist die zweitgrößte Stadt Polens und liegt in der Nähe der slowakischen, tschechischen und serbischen Grenze. Beeindruckend sind der Charme und die Lebensfreude dieser Stadt, wozu sicher auch die vielen jungen Menschen beitragen die hier leben. Fast ein Viertel der knapp 800 000 Einwohner sind Studenten, sie prägen das Stadtbild und in den Straßen herrscht immer buntes Treiben

Mitten auf dem Markt befindet sich ein langer Gotik- und Renaissancebau, die Krakauer Tuchhallen. Heute ist das Gebäude eine der größten Handelspassagen mit Kunsthandwerks- und Souvenirshops, sowie einem Cafe im Obergeschoss


 Zu jeder vollen Stunde ertönt vom Turm der Marienkirche (links) ein Trompetensignal, das jedoch immer abrupt abbricht. Der Grund: Es dient als Erinnerung an den tapferen Trompeter der die Krakauer Bürger vor einem Angriff der Tataren warnen wollte, jedoch währenddessen von einem Pfeil getroffen wurde und starb.

Über der Stadt thront die imposante Wawel Kathedrale auf dem Hügel, unter dem in einer Höhle einst ein Drache gehaust haben soll. Daran erinnert immer noch ein eiserner Drache der alle 15 Minuten Feuer speit. In der Dunkelheit ist das ein ordentliches Spektakel, vor allem wenn man nicht damit rechnet dass es heutzutage überhaupt noch feuerspeiende Drachen gibt 🐲


 Der gotische Bau der Kathedrale diente in seiner tausendjährigen Geschichte lange Zeit als Zentrum der Macht und in seinem Innern sind zahlreiche Gräber polnischer Könige, Heiliger und andere Berühmtheiten zu finden.

 Sehenswert ist auch das Museum mit seinen vielen Gobelins an den Wänden, wobei wir uns meiner Meinung nach ein wenig zu lange dort aufhielten. Nach dem zehnten Wandteppich lässt halt einfach das Interesse nach, vor allem wenn noch jede Menge Schulklassen die dort ebenfalls unterwegs waren ganz schön Leben in das alte Gemäuer brachten.



 Irgendwie hab ich jetzt von der Stadt gar nicht so viele Fotos, denn in den Kirchen die wir besichtigten war das fotografieren ebenso verboten wie im Museum

 Aber ich hab ja noch ein paar Fotos unseres Ausfluges in ein Salzbergwerk, in dem aber schon längere Zeit kein Salz mehr abgebaut wird

 Die Salzmine „Wieliczka” stellt heute eine viele Jahrhunderte alte Tradition aus alter Geschichte dar und eine unterirdische Stadt mit einer ausgebauten Infrastruktur.



In der Miene gibt es sogar eine Kirche in der der auch Trauungen stattfinden. Allerdings können die Brautpaare mit dem Aufzug runterfahren und müssen nicht die 400 Stufen treppab laufen die wir nehmen mussten. Zum Glück "durften" wir dann auch mit dem Aufzug wieder ans Tageslicht, treppauf hätte ich das nämlich nicht geschafft!

Samstag, 27. April 2019

Frisch geduscht

Nach wochenlanger Trockenheit hat es nun endlich geregnet und zusammen mit dem Niederschlag von gestern zeigt der Regenmesser stolze 13 Liter an! Die Fässer sind wieder voll, nur im Teich fehlt immer noch so einiges. Aber wenigstens ist der ganze Staub von den Blättern gewaschen worden und gießen muss ich die nächsten Tage auch nicht mehr!

Es hat zwar ordentlich abgekühlt, aber wer braucht im April schon 28 Grad? Ich nicht und der Garten ebenfalls nicht, denn bei der Hitze verblüht ja alles schneller als man schauen kann. Besonders die Tulpen haben ordentlich gelitten, an so eine kurze Blütezeit kann ich mich echt nicht erinnern

Was freue ich mich dass ich endlich das Geum "Mai Tai" seit letztem Jahr mein eigen nennen kann und es blüht nun auch schon. Die anderen vier Geschwister sind noch nicht ganz so weit, aber lange dauert es auch bei denen nicht mehr 


Schade dass fast alle Kameras ein Problem mit der Farbe Rot haben. In Wirklichkeit ist sie nämlich viel dunkler, das müsst ihr euch jetzt halt einfach bildlich vorstellen


Noch neu in unserem Garten, der klein bleibende "Ilex meserveae gentle" der noch ganz nass vom Regen ist. Überhaupt ist die letzte Zeit einiges an Sträuchern frisch eingezogen, ich musste ja schließlich die ganzen Lücken die der Buchs hinterlassen hat füllen

Nächste Woche soll es ja wieder ein wenig wärmer werden. So zwischen 15 und 20 Grad, das wäre  die richtige Temperatur für mich um Gartenarbeiten zu tätigen ohne dabei schwitzen oder frieren zu müssen 👍😁